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Von der Wolle zum Loden


Die besondere Qualität unserer Erzeugnisse, wird auch heute wie seit fast 600 Jahren
nur durch aufwendige, schonende und sorgfältige Verarbeitung erreicht.
Zahlreiche Arbeitsgänge garantieren bestes Handwerk, denn Wolle braucht Weile.


Die wichtigsten Produktionsschritte:
  • Für die Lodenproduktion verarbeiten wir ausschließlich 100% Schurwolle. Im ersten Arbeitsgang werden verschiedene Wollsorten entsprechend der zu erzielenden Lodenqualität gemischt. Diese Wollmischung bestimmt die Trageeigenschaft des Lodens entscheidend.
  • Auf der Krempelmaschine befinden sich viele mit Nadeln bestückte Walzen, welche die Wolle zu einem feinen Flor kämmen. Dieses wird zum 1. Vorgarn, einem ungedrehten Faden, geteilt.
  • Das sognannte Vorgarn wird in der Spinnerei durch Drehung zu einem dünnen, festen Faden versponnen.
  • In der Zwirnerei werden die Garne zu verschiedenen Zwirnen verarbeitet. Dabei werden mehrere Garne miteinander verzwirnt (gedreht) um mehr Festigkeit oder Effekte zu erlangen..
  • In der Weberei werden die Garne und Zwirne zu verschiedenen Stoffen in unterschiedlichen Stärken und Webtechniken verwebt.
  • Bei der Qualitätskontrolle am Leuchttisch wird das Wolltuch nach Fehlern abgesucht. Kleine Fehler werden ausgebessert und größere werden markiert.
  • Das Herzstück der Produktion ist die Walke. Beim Walken werden die gewebten Wolltücher mit Seifenwasser 40-45°C angefeuchtet. Die Stoffbahnen durchlaufen zwei Zylinder und danach den Stauchkanal. Dadurch entsteht Druck und Reibung. Durch die Reibung verfilzt die Wolle und die Stoffbahnen werden bis zu ca. 40% kleiner und das Material dichter.
  • Bei der Appretur wird der Loden veredelt.Er wird gefärbt, luftgetrocknet, geschoren oder geraut und gebügelt. Getrocknet wird bei uns wie in alten Zeiten an der frischen Luft, an einem langen Holzgestell. Das gibt dem Loden die Möglichkeit, die Feuchtigkeit langsam auszuatmen und die Fasern können wieder entspannen. Damit unsere Decken so besonders flauschig sind, werden sie mit Naturdisteln (Karden) aufgeraut.

Wolfen

Unter Wolfen versteht man das Vermischen von verschiedenen Rohwollsorten und Farben, abgestimmt auf die weitere Verwendung. Die Mischung der Rohwolle kommt in die Maschine und wird von mit Zähnen bestückten Walzen gerissen und vermischt.

Krempeln

Auf der Krempelmaschine befinden sich viele mit Nadeln bestückte Walzen, welche die Wolle zu einem feinen Flor (Vlies) kämmen. Dieses wird zum 1. Vorgarn, einem ungedrehten Faden, geteilt.

Spinnen

In der Ringspinnerei wird das 1. Vorgarn zu einem festen Faden (Garn) versponnen. Je nach Verwendungsart werden die Fäden in verschiedenen Stärken gesponnen.
Anschließend werden die verschiedenen Garne (gedrehter Faden) zu verschiedenen Zwirnen verarbeitet. Dabei werden mehrere Garne miteinander verzwirnt (gedreht) um mehr Festigkeit zu erlangen. Mit dem Einsatz von unterschiedlichen Geschwindigkeiten beim Drehen erhält man verschiedene Effekte. Zum Beispiel erhält der Bouclé Loden dadurch seine noppige Oberfläche.

Weben

In der Weberei werden die fertigen Garne und Zwirne zu Wolltüchern verwebt. Je nach Verwendungszweck werden verschiedene Bindungen (Webtechniken) wie zum Beispiel Leinwand, Köper oder Double eingesetzt. Auf einem Webstuhl befinden sich zwischen 2.000 und 4.000 Kettfäden. Ein fertiges Stück erreicht eine Länge von 40 – 60 Metern und eine Breite von zirka 2,30 Metern.

Kontrollieren

Am Leuchttisch wird das Rohgewebe auf jeden einzelnen Meter händisch kontrolliert. Kleine Fehler und Unregelmäßigkeiten werden dabei ausgebessert

Walken

Das Walken ist eine alte und einfache Arbeitstechnik. Das Wolltuch wird in handwarmem Wasser (30-40°C) unter Zugabe von Kernseife durch Druck und Reibung gewalkt. Dabei verfilzt die Wolle, wird dichter und ca. 40% kleiner. Das Werkstück erhält dadurch viele Vorteile. Gewalkte Ware ist nahezu winddicht und sehr strapazfähig. Durch das natürliche Wollfett Lanolin ist der Loden auch natürlich imprägniert.

Färben

Nach einem kurzen Schleudergang wird das Werkstück gefärbt. Nur ein ausgeprägtes Fingerspitzengefühl und exakte Genauigkeit ermöglichen es, die richtige Farbe zu treffen.

Trocknen

Um die Stoffe so schonend wie möglich zu behandeln werden sie nach alter Tradition an der frischen Luft getrocknet. Dadurch bekommt der Loden die Gelegenheit, die beim Walken oder Färben aufgenommene Feuchtigkeit langsam auszuatmen.

Veredeln

Um dem Loden seinen einzigartigen Glanz und Griff zu geben wird er mit verschiedenen Techniken veredelt. So wird er je nach Bedarf geglättet, geraut oder geschoren und gebügelt. Unsere Decken werden nach wie vor mit Naturdisteln (Karden) aufgeraut. Durch diese schonende Verarbeitung werden sie besonders flauschig.