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Lodenwalker - seit 1434


Am Fuße des Dachsteins, im sogenannten Rössing, dem östlichen Teil der paradiesisch schönen Ramsau,
befindet sich die Heimat des Schladminger Lodens. Die isolierte Lage, das raue Hochgebirgsklima
jenseits der 1.000 Höhenmeter in Kombination mit der Allgegenwart eines traditionellen Alpenbewohners,
dem gemeinen Hausschaf, ließen die Bewohner schnell zu Wollexperten werden
um für die harten Winter im hochalpinen Terrain gewappnet zu sein.

Geschichte vom Lodenwalker in Ramsau

Eigentlich hätte es ein kurzes Interview werden sollen. Doch Ferdinand Seebacher und Jörg Steiner plaudern über den Lodenwalker, die Steiner Buam, die Erstbegehung der Dachstein Südwand, Arnie der Stockholer und vieles mehr. Eine spannende Reise in die Vergangenheit.

1434

Erstmalige urkundliche Erwähnung

Admonter Urbar vom Jahre 1434, F. 30, Ressing:

Stubich und Eberl zahlen dem Probst als Steuer 3 Ellen Ennstaler Tuch

Loden, der in der Gegend in vorzüglicher Güte erzeugt wird

Seit dieser Zeit lassen sich urkundliche Aufzeichnungen, Kaufverträge und Steuerzahlungen über die "Walchstampf im Rössing" verfolgen.

1608

Naturgewalten

Aus einem Kaufbrief vom 24. April 1608 geht hervor, dass die "Walchstampf zu Rössing" an das "andere Ufer des Wilbachs" verlegt werden musste, da sie bereits 3x vom Hochwasser zerstört wurde.

1825

Das neue Zeitalter

Ca. um 1825 änderte sich die Arbeitsweise und der Lodenwalker. Die erste Krempelmaschine wurde angeschafft. Ochsenkarren brachten die Maschine von Leoben ins Rössing. Das Fuhrwerk mit der wertvollen Ladung benötigte dafür 2 Wochen. 

1845

Vom Dienstleister zum Produzenten

Über die Jahrhunderte entwickelte sich die Lodenwalke vom reinen "Lohnwalkbetrieb" der zunächst nur die Dienstleistung des Walkens anbot, zu einer vollstufigen Produktion und wurde ein wichtiger Stofflieferant für die ganze Region.


1860

Der Fortschritt zieht ein

Um 1860 richtete Johann Walcher die erste maschinelle Spinnerei in der Lodenwalke ein. Sein Sohn Zacharias Walcher kaufte aus Deutschland die ersten mechanischen Webstühle, die ersten Handstrickmaschinen und erfand das Walken der dicken Schafwollsocken.

1880

Steiner wird zum Familiennamen

Um 1880 ehelichte die Lodenwalkertochter Susanna Walcher den Bergführer und Erstbesteiger der Bischofsmütze Johann Steiner. Nach dem Tod von Zacharias Walcher erbten die Kinder von Susanna und Johann Steiner die Lodenwalke. 

1888

Alte Lodenstampf in Mandling


Im Jahre 1888 wurde die Lodenwalke in Mandling von Philipp und Aloisia Stiegler gegründet. Zum Namenswechsel kam es 1910, als Franz Steiner den Betrieb von seinem Onkel und seiner Tante übernahm.

1909

Die Steiner Buam

1909 gelang den Brüdern Franz und Irg (Georg) Steiner ein alpinistischer Meilenstein. Am 22. September 1909 durchstiegen die Söhne vom Lodenwalker erstmalig die Südwand des Dachsteins. Damals wurde die Route "Himmelsleiter der Steiner Buam" genannt.
Heute ist es der klassische Steinerweg.

1930

Richard Steiner

Nach Lehrjahren beim Bruder Franz in Mandling, kam Richard Steiner 1925 wieder zurück in die Lodenwalke Ramsau. Als jüngster von 7 Kindern von Johann und Susanna Steiner übernahm er 1930 mit nur 23 Jahren die Lodenwalke.
Richard war leidenschaftlicher Eisstockschütze und Europameister im Weitstockschießen.

1938

Abschied von der "Alten Lodenwalke"

Nach dem Hochwasser von 1938 war wieder einmal die komplette Anlage der Lodenwalke zerstört. Nachdem die Wasserkraft nicht mehr die einzige Energiequelle war, konnte das neue Gebäude jetzt sicher auf einer Anhöhe über dem "wilden Ramsaubach" errichtet werden. Auf Initiative von Richard Steiner wurde auch die Straße Richtung Weißenbach ausgebaut und der Strimitzweg errichtet.

1940

Strom aus Wasserkraft

Die Kraft des Wassers war ja schon leidvoll bekannt. 1940 wurde das "wilde" Wasser gezähmt und in Energie verwandelt. Die beiden Staukraftwerke (Silberkar und Ramsaubach) wurden errichtet und versorgen seit dieser Zeit den Lodenwalker mit 100%igem Öko-Strom. Auch das Haupthaus wurde in diesem Jahr erweitert und die Produktionshalle ausgebaut.

1972

Lodenwalker wird vergrößert

In den Jahren 1972 - 1975 wurde das Haupthaus nochmals vergrößert um den Anforderungen von Produktion und Lagerstätten gerecht zu werden.

1992

Betriebsübernahme und Ausbau der Gaststätte

Nach dem Tod von Kommerzialrat Richard Steiner übernimmt dessen Sohn Georg Zacharias Steiner die Lodenwalke. Mit der Übernahme wird auch die Zirben Gaststube umgebaut und erweitert. Seine Frau Karin Steiner sorgte als leidenschaftliche Köchin mit viel Liebe für das leibliche Wohl der Gäste.

2006

Betriebsübernahme

Als ältester Sohn von Georg und Karin Steiner übernimmt Jörg Steiner nach Lehr- und Lernjahren mit 25 Jahren den Betrieb seiner Eltern. Der Verkaufsraum im Lodenwalker wird erneuert und ausgebaut.

2010

LWS

Gründung des neuen Labels LWS - Loden Walker Steiner. Mit diesem Label zieht modernes Design mit besonderem Tragekomfort und neuen Ideen in den Traditionsbetrieb ein. Vor allem der Bereich Sport wird ganz neu belebt.

2014

Onlineshop

Bis 2014 war und ist der Lodenwalker in Ramsau Rössing die einzige Verkaufsstelle für Qualitätsbekleidung vom Lodenwalker. Der Onlineshop wird zur ersten Verkaufsstelle außerhalb von Ramsau am Dachstein und so zugänglich für Kunden aus aller Welt.

2016

Jagaloden

Loden als Textil für Jagdbekleidung hat eine lange Tradition. Gemeinsam mit dem steirischen Spezialisten für Jagd, Siegert GmbH aus Graz, wird seit 2016 eine Kollektion unter dem Label "Jagaloden" exklusiv in den Shops von Siegert und bei uns in der Lodenwalke Ramsau verkauft.

2017

Übernahme Schneiderei Szapacs

Unser langjähriger Partner und Hauptschneiderei in Wildon, Firma Szapacs, wurde 2017 vom Lodenwalker übernommen. Sämtliche Mitarbeiter konnten gehalten werden und wir freuen uns über ein starkes, steirisches Team für unsere Produkte.